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Dan McCrea von Section 8: „Kleingruppen-Coaching in großartiger Atmosphäre“

Text: Andreas Hottenrott

Ursprünglich stammt Dan McCrea aus Irland, am Mt. Washington gilt er aber längst als Local Snowboard-Hero. Im Interview mit SKI KANADA erzählt er, was ihn nach Kanada und zu Section 8 brachte, warum sich Camps mit den Schneesportprofis lohnen und wo es die besten Runs auf seinem Hausberg gibt. Auch einen Party-Tipp konnten wir ihm entlocken.

Dan, wie kommt es eigentlich, dass ein Ire einer der besten Snowboarder am Mt. Washington ist?

Dan: Mein Bruder hat ein Jahr lang in Vancouver gelebt. Als ich ihn besucht habe, sind wir nach Whistler gefahren und haben Snowboardunterricht genommen. Von da an war mir klar, dass ich das jedes Jahr machen wollte. Also habe ich meine Urlaube in der Schweiz verbracht. Nach ein paar Jahren merkte ich, dass mir das nicht mehr reicht. Ich wollte die ganze Saison fahren und vielleicht auch einen Instructor Course besuchen. Also habe ich mich online informiert und bin auf Section 8 gestoßen. Von Vancouver Island und Mt. Washington hatte ich nie zuvor gehört.

Warum hast du dich für Section 8 entschieden?

Mich haben einige Punkte überzeugt, etwa das Lawinentraining oder die Parkkurse. Aber auch eine Menge Sachen, die einfach Spaß machen, wie zum Beispiel Camping in Schneehöhlen. Also habe ich mich für Section 8 entschieden und die nächsten sechs Jahre am Mt. Washington gearbeitet.

Wie hebt sich Section 8 denn von anderen Anbietern ab?

Wir haben die lustigsten, bestaussehenden, großartigsten und dabei auch bescheidensten Coaches, wie mein Chef sagen würde (lacht). Aber im Ernst, was uns von anderen unterscheidet? Mit unseren Camps schaffen wir Urlaubserlebnisse, die tolles Skifahren, erstklassiges Training und Kultur an den jeweiligen Orten miteinander verbinden, alles in sehr familiärem Flair. Wir bieten Kleingruppen-Coaching in großartiger Atmosphäre.

Camps mit Section 8: in Kleingruppen gezielt verbessern

Was bedeutet das konkret? Was genau dürfen Skifahrer und Snowboarder erwarten, wenn sie an euren Camps teilnehmen?

Hoffentlich den besten Skiurlaub, den sie je hatten. Unsere Coaches kennen die Skigebiete genau und bringen die Camp-Teilnehmer in exakt das Terrain, in dem sie sich verbessern wollen. Durch das Training in kleinen Gruppen können wir sehr genau auf jeden Einzelnen eingehen. Aber das ist nur ein Teil unserer Camps. Der andere besteht aus der guten Gemeinschaft, den lustigen Aktivitäten am Abend, den kulturellen Erfahrungen. Und wir suchen uns immer die besten Plätze aus, um lokale Gerichte zu probieren. Getränke natürlich auch.

Muss man schon ein guter Skifahrer oder Snowboarder sein, um an euren Camps teilnehmen zu können?

Unsere Camps richten sich an Wintersportler von mittlerem Leistungsniveau bis hin zum Experten. Wir haben Leute dabei, die sich überwiegend auf leichten Pisten aufhalten, aber auch Ex-Rennfahrer und zertifizierte Bergführer. Und alle haben ihren Spaß. 90 Prozent der Leute, die mit uns unterwegs waren, kommen wieder, viele Jahr für Jahr.

Eure Camps finden neben Kanada auch in Japan, Chile, Österreich oder in der Schweiz statt. Welche dieser Destinationen würde dich reizen?

Japan und Chile wären meine Favoriten, denn in Europa habe ich schon einiges gesehen. Alle reden immer vom Powder in Japan, den möchte ich selbst einmal erleben. Außerdem interessiert mich die fremde Kultur dort. Genauso übrigens wie die in Südamerika. Und dorthin fährt man in den Schnee, wenn bei uns Sommer ist. Die Bilder, die ich aus Chile gesehen habe, waren alle ziemlich unglaublich.

Wenn du auch mal etwas anderes sehen möchtest, warum bist du so lange am Mt. Washington geblieben? Was hält dich auf Vancouver Island?

Zum einen die Leute, denn ich habe hier echt viele Freunde gefunden. Zum anderen der Mt. Washington. Es ist nicht der größte Berg, aber in dem Terrain man kann eine echt gute Zeit verbringen. Übrigens nicht nur im Winter. Im Sommer geht’s dann zum Mountainbiken. Die Region hier ist einfach ein großartiger Ort zum Leben.

Down Under für Freerider im Skigebiet Mt. Washington

Welche Ecken am Mt. Washington kannst du Wintersportlern empfehlen?

Guten Skifahrern und Snowboardern sicher das Outback. Nach oben geht es mit dem Boomerang-Lift und von dort aus ist es nur ein kurzer Aufstieg bis zu den Runs Billabong oder Copper. Auf der anderen Seite vom Lift gibt es ein paar tolle Rinnen, wie natürliche Halfpipes. Wer eher auf präparierte Pisten steht, findet am Sunrise Chair einige steile.

Für Dan ist das Skigebiet Mount Washington eine einzige Spielwiese. © A. Hottenrott

An der Basis steht ein Schild, das Werbung für Nachtskifahren machen. Hast du das auch schon mal ausprobiert?

Ja, das macht Spaß, besonders wenn es tagsüber ordentlich geschneit hat. Nur der Lift ist ein wenig langsamer als sonst.

Gibt es sonst noch etwas, das du Besuchern auf Vancouver Island ans Herz legen möchtest?

Definitiv den Mount Cane. Jedenfalls allen, die keinen großen Luxus brauchen. Das Skigebiet ist recht klein und es gibt nur zwei Schlepplifte. Dort kümmert niemanden die neueste Ausrüstung oder das beste Aussehen. Man sieht alte Boards und Ski und was kaputtgeht, wird mit Duct Tape geflickt. Das Terrain ist vor allem für Freerider gut. Bekannt ist der Berg auch für sein Nightlife. Dort, wo alle campen, gibt es abends oft gute Partys zwischen den Trucks.

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